Rabat, 18. Januar 2026. Das Finale des Africa Cup of Nations 2025 zwischen der Senegal national football team und der Morocco national football team geht nicht wegen vieler Tore in die Geschichte ein, sondern wegen Chaos, Protesten und umstrittener Schiedsrichterentscheidungen. Senegal gewinnt am Ende mit 1:0 nach Verlängerung, doch das Spiel sorgt weltweit für Schlagzeilen.

Probleme schon vor dem Anpfiff
Austragungsort war das Prince Moulay Abdellah Stadium. Bereits vor dem Endspiel beklagte der senegalesische Verband mangelhafte Hotelbedingungen, fehlende Trainingsmöglichkeiten sowie Sicherheitsprobleme bei der Ankunft der Mannschaft.
Kurz vor Spielbeginn kam es zu einem weiteren Schockmoment. Krépin Diatta brach beim Aufwärmen zusammen und musste in die Kabine begleitet werden. Auch Ousseynou Niang konnte nicht spielen. Später erklärte Verteidiger Ismail Jakobs geheimnisvoll: „Vor dem Spiel ist viel passiert. Vieles wird noch ans Licht kommen.“
Für Diatta rückte Antoine Mendy in die Startelf.
Nervöses Finale mit kuriosen Szenen
Senegal begann stark. Bereits nach fünf Minuten hatte Pape Gueye per Kopf die erste große Chance. Danach entwickelte sich ein typisches Endspiel mit viel Vorsicht auf beiden Seiten.
Kurios wurde es rund um Senegals Torhüter Édouard Mendy. Marokkanische Balljungen versuchten mehrfach, sein Handtuch aus dem Torraum zu entfernen. Ersatzkeeper Yehvann Diouf verteidigte es energisch. Auch Marokkos Kapitän Achraf Hakimi war in diese Szenen verwickelt.
92. Minute, VAR Drama und Spielunterbrechung
In der 92. Minute köpfte Moussa Niakhaté zur vermeintlichen Führung für Senegal ein, doch Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo hatte zuvor wegen eines angeblichen Fouls abgepfiffen. Der VAR durfte nicht eingreifen.
Wenig später folgte die nächste Schlüsselszene. Nach einem Zweikampf zwischen El Hadji Malick Diouf und Brahim Díaz entschied der Referee nach Videobeweis auf Elfmeter für Marokko. Die Senegalesen protestierten heftig. Trainer Pape Thiaw holte seine Spieler sogar kurzzeitig vom Platz.
Superstar Sadio Mané blieb am Spielfeldrand, sprach mit dem früheren Trainer Claude Le Roy und überzeugte seine Mannschaft, weiterzuspielen.
Während marokkanische Fans bereits Konfetti zündeten, scheiterte Díaz mit einem Lupfer. Mendy hielt den Elfmeter stark. Im Stadion kam es zu Tumulten, sogar Journalisten gerieten aneinander.


Entscheidung in der Verlängerung
In der Verlängerung erzielte Pape Gueye das entscheidende Tor zum 1:0. Senegal verteidigte den Vorsprung bis zum Abpfiff und holte damit seinen zweiten Afrika Cup Titel.
Nach dem Spiel eskalierte auch die Pressekonferenz. Marokkanische Journalisten buhten Trainer Thiaw aus und verließen geschlossen den Raum.
Zu angeblichen Absprachen rund um den Elfmeter sagte Mendy klar:
„Er wollte treffen und ich habe gehalten. So einfach ist das.“
Ironischer Nachklang: Marokko wurde später dennoch als fairstes Team des Turniers ausgezeichnet.
Fazit
Das Afrika Cup Finale 2025 war kein normales Fußballspiel. Es war geprägt von Kontroversen, Protesten und bizarren Szenen. Sportlich setzte sich Senegal durch, doch in Erinnerung bleibt dieses Endspiel vor allem als eines der chaotischsten Finals der Turniergeschichte.
Endstand: Senegal 1:0 Marokko nach Verlängerung