Wenn bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026™ der Ball rollt, denken die meisten Fans an Tore, Emotionen und grosse Fussballmomente. Doch bevor der Anpfiff überhaupt erfolgen kann, muss im Hintergrund eine gewaltige technische Infrastruktur funktionieren. Tausende Geräte, Hunderte Spezialisten und moderne KI Lösungen sorgen dafür, dass Schiedsrichter, Teams, Medien und Zuschauer weltweit auf dieselben Informationen zugreifen können.
Lenovo ist offizieller Technologiepartner der FIFA und übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Im Gespräch mit Albert Fetsch, Communication Lead DACH bei Lenovo, erklärt er, welche Aufgaben das Unternehmen während der FIFA Weltmeisterschaft übernimmt und weshalb künstliche Intelligenz den Fussball zwar unterstützt, aber nicht ersetzt.
Mehr als Computer und Server
Viele verbinden einen Technologiepartner vor allem mit Computern oder Notebooks. Tatsächlich geht die Aufgabe von Lenovo jedoch deutlich weiter. Das Unternehmen unterstützt nach eigenen Angaben 14 verschiedene Bereiche innerhalb des FIFA Ökosystems. Dazu gehören Server, Endgeräte, KI PCs, hybride KI Lösungen sowie Systeme für den Turnierbetrieb und die Kommunikation.
«Unsere Aufgabe erstreckt sich über den gesamten Technologie Stack», erklärt Albert Fetsch. «Damit unterstützen wir den Turnierbetrieb, die Mediendienste, die Teamumgebungen und das Fanerlebnis.»
Während der Weltmeisterschaft werden mehr als 25’000 Geräte von Lenovo und Motorola eingesetzt. Sie kommen sowohl in den Stadien als auch in den Team Basislagern zum Einsatz und unterstützen unter anderem Medienproduktionen, IPTV Übertragungen und zahlreiche FIFA Dienste.
Mehr als 350 Spezialisten arbeiten im Hintergrund
Damit die Technik jederzeit zuverlässig funktioniert, reicht moderne Hardware allein nicht aus. Während des gesamten Turniers stehen deshalb mehr als 350 Ingenieurinnen, Ingenieure und Spezialisten von Lenovo im Einsatz. Sie arbeiten an den Spielorten, in den Team Basislagern und in den Einsatzzentralen eng mit dem FIFA Technologieteam zusammen.
Kommt es zu einer technischen Störung, muss schnell reagiert werden. Deshalb werden sämtliche Systeme laufend überwacht und mehrfach abgesichert. Redundante Netzwerke und erfahrene Techniker sorgen dafür, dass mögliche Probleme möglichst gar nicht erst Auswirkungen auf den Spielbetrieb haben.
Künstliche Intelligenz unterstützt den Fussball
Ein besonders spannender Bereich ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Lenovo entwickelt gemeinsam mit der FIFA Lösungen, die grosse Datenmengen innerhalb weniger Sekunden auswerten können.
Ein Beispiel ist die Anwendung Referee View. Dabei trägt der Schiedsrichter eine Kamera, deren Bilder mithilfe einer KI gestützt stabilisiert werden. Dadurch entstehen ruhigere Aufnahmen direkt aus der Perspektive des Unparteiischen.
Noch umfangreicher arbeitet FIFA AI Pro. Die Plattform analysiert Millionen von Datenpunkten sowie mehr als 2’000 Leistungskennzahlen. Teams und Analysten erhalten dadurch zusätzliche Informationen über Spielverläufe und einzelne Szenen.
Für Albert Fetsch ist jedoch klar, dass künstliche Intelligenz den Menschen nicht ersetzt.
«Die Technologie unterstützt Entscheidungen. Die Verantwortung bleibt aber weiterhin beim Menschen.»
Auch Spieler werden digital erfasst
Eine weniger bekannte Aufgabe betrifft die offiziellen Spielerscans. In den Basislagern aller 48 Nationalmannschaften werden die Spieler mit speziellen 3D Scannern digital erfasst.
Lenovo Techniker begleiten diese Scans vor Ort. Anschliessend verarbeitet ein Spezialistenteam die Daten und erstellt digitale Skelette sowie dreidimensionale Avatare. Diese kommen später unter anderem bei den Abseits Visualisierungen zum Einsatz und sorgen für eine noch präzisere Darstellung strittiger Spielsituationen.
Erfolg zeigt sich, wenn niemand die Technik bemerkt
Für Lenovo misst sich der Erfolg der Partnerschaft nicht an einzelnen Produkten oder Innovationen.
«Unser wichtigstes Ziel ist, dass die Technologie während des gesamten Turniers zuverlässig funktioniert», sagt Albert Fetsch.
Erst wenn Mannschaften, Schiedsrichter, Medien und Fans ein Turnier ohne technische Unterbrechungen erleben, hat die Infrastruktur ihre Aufgabe erfüllt. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung moderner Sportgrossveranstaltungen. Die Technik soll den Fussball unterstützen, ohne selbst in den Mittelpunkt zu rücken.
Die FIFA Weltmeisterschaft 2026™ dürfte deshalb nicht nur sportlich neue Massstäbe setzen. Sie wird auch zeigen, wie eng Spitzensport und moderne Technologie heute miteinander verbunden sind.